Sa
03
Jul
2010
Imageverbesserung in der Zeitarbeit?
Auf der letzten Unternehmertagung des BZA ist in einer Diskussion angemerkt worden, dass die Zeitarbeitsbranche ihren Ruf deutlich aufpolieren muss. Dabei wurde auch der Einwurf befürwortet, dass es Qualitätsstandards und Gütekriterien geben müsse, die allerdings glaubhaft - sprich nachprüfbar gemacht werden müssen.
EIn Podiumsteilnehmer warf dann die provokante Frage auf, warum sich der BZA nicht von den "schwarzen Schafen" in seinem Umfeld trennen würde. Diese Frage wurde nur ausweichend und ohne Ergebnis beantwortet.
Offensichtlich tun sich die Verbände mit dem Herausarbeiten von Problemkindern in den eigenen Reihen weiterhin schwer. Wir wir alle wissen handelt es sich hierbei nicht um Einzelfälle, dennoch sind sie zugegebenermaßen häufig nicht leicht zu erkennen. Nichts desto trotz bleiben viele skeptisch, ob die Branchenverbände wirklich alles tun, um unfair arbeitende Unternehmen in die Schranken zu weisen.
Auf der anderen Seite könnten allerdings auch sauber arbeitende Zeitarbeitsunternehmen mit wenig Aufwand für etwas mehr Transparenz sorgen. So wäre es ein leichtes bei vorliegenden Aufträgen in den Stellenausschreibungen auf den anzuwendenden Tarifvertrag und die entsprechende Lohngruppe hinzuweisen. Geschieht dies nicht, muss der Bewerber befürchten, dass es einen "billigen" und einen "teuren" Tarifvertrag gibt, je nach Kundenpreis oder Gewinnerwartung der Zeitarbeitsfirma. Ganz zu schweigen von fragwürdigen Eingruppierungen.
Anzeigen von Unternehmen, die weder Roß noch Reiter nennen sind unserer Meinung nach mit Vorsicht zu genießen. Unsere "Zeitarbeitsampel" steht hier auf "gelb".
Ihr Norbert Fuhrmann
Kommentare: 1
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#1
Als Leiharbeiter achte ich schon auf den Anzeigetext bei einer Stellenanzeige. Meine Erfahrung ist: Jedes mal wenn ich mich auf dene Anzeige melde, bei der kein Tarif und keine Tarifgruppe drin steht,lande ich bei Lohngruppe 1 und Christlichen Tarifen.
Ich kann den Kolegen nur raten, auf solche Tricks nicht zu reagieren. 