Di
13
Apr
2010
Zeitarbeit als Sprungbrett ?
Zeitarbeiter tragen ein deutlich höheres Entlassungsrisiko als die Beschäftigten anderer Branchen. Monatlich verlieren im Durchschnitt rund 6 Prozent aller Leiharbeitnehmer ihren Arbeitsplatz,
das sind 3,5 Mal so viel wie etwa im Gastgewerbe. Im Verarbeitenden Gewerbe, das von der Wirtschaftskrise besonders betroffen ist, waren es 0,6 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit eines
Arbeitsplatzverlustes liegt in allen Wirtschaftszweigen in Ostdeutschland höher als im Westen. Dies geht aus einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hervor, welche dieser Zeitung
vorliegt. Dafür wurden die Zugangszahlen der Bundesagentur für Arbeit von Oktober 2008 bis September 2009 ausgewertet.
Während dieses Zeitraums verloren nach DGB-Angaben rund 430.000 Leiharbeiter ihre sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Damit seien rein rechnerisch innerhalb eines Jahres rund 76 Prozent
aller Zeitarbeitskräfte arbeitslos geworden. Selbst in den Aufschwungjahren 2007 und 2008 seien rund 300.000 Betroffene erwerbslos geworden. Zu den Neueinstellungen wurden keine Angaben gemacht.
„Dies zeigt, dass sich die Verleihbranche immer noch durch eine Politik des Heuerns und Feuerns auszeichnet und personalpolitische Risiken auf Beitragszahler und Steuerzahler abgewälzt werden“,
heißt es in dem Papier.
(Quelle FAZ.net)
In der Krise haben 76 % der in der Zeitarbeit beschäftigten ihre Arbeit verloren. Dies ist doppelt so viel wie vor der Krise. In den Wachstumszeiten war dies ca. 37 %. Hier wird deutlich, dass
die Krise besonders die Zeitarbeit getroffen hat.
Bedenklich ist m.E. jedoch die hohe Zahl der arbeitslos gewordenen Mitarbeiter in den "guten" Zeiten. Hier darf nicht ein weiterer negativer Aspekt von Hire und Fire entstehen. Dies würde nicht
zu einer fairen Zeitarbeit passen und das negative Image der Branche nur verstärken.
Neben dem Lohndumping ist das Thema "Hire und Fire" der Hauptkritikpunkte an der Zeitarbeit.
Norbert Fuhrmann
Kommentare: 2
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#1
In der Krise wurde die Zeitarbeit als "Jobmotor" entzaubert und zeigte das wahre Gesicht: unfaire Arbeitsbedingungen, niedriger Lohn und HIRE UND FIRE:
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#2
Sprungbrett das ich nicht lache,seit jaren in so ner sklavenfirma,mit mehreren angeboten. Aber ohne Ablöse lassen die dich nicht so einfach von heut auf morgen gehen. Kein Chef wartet ewig auf dich bzw zahlt für dich. Also die haben kein Interesse daran das du gehst wer macht sonst für die den Hampelmann
