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Feb

2010

Unternehmensverantwortung ist keine Einbahnstraße

Sindelfingen, 23. Februar 2010 | In Zeiten, in denen sich Produkte und Dienstleistungen verschiedener Anbieter häufig nur noch marginal voneinander unterscheiden, orientieren sich Kunden bei ihrer Auftragsvergabe zunehmend an den Werten, die ein Unternehmen verkörpert. Das gilt insbesondere dann, wenn es um das Vertrauen in die Wirtschaft oder einzelne Branchen schlecht bestellt ist. Als Unternehmen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft wahrzunehmen, auch Corporate Social Responsibility (CSR) genannt, ist demnach gerade für Personaldienstleister eine Möglichkeit, sich von der Konkurrenz abzuheben.

 

Falsch verstandene Verantwortung

„Problematisch wird es dann, wenn Zeitarbeitsunternehmer denken, sie würden umfassende gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, indem sie einen Ausbildungsplatz zum Personaldienstleistungskaufmann anbieten oder sich eine Solaranlage auf das Bürodach montieren lassen", sagt Norbert Fuhrmann, Geschäftsführer der Initiative Qualitätssiegel Zeitarbeit (IQZ). Werden interne Mitarbeiter auskömmlich entlohnt, Hunderte externe Kräfte jedoch zu Armutslöhnen beschäftigt, könne laut Fuhrmann nicht von verantwortungsvollem unternehmerischem Handeln gesprochen werden: „Mit dem Qualitätssiegel Zeitarbeit beweisen Dutzende Personaldienstleister von Flensburg bis Passau, dass gewinnorientiertes Denken sehr wohl mit deutlich übertariflichen Entlohnungsstrukturen für externe Mitarbeiter einhergehen kann."

 

Auch Kundenbetriebe müssen umdenken
Im gleichen Atemzug kritisiert Fuhrmann Entleihbetriebe wie Schlecker, die durch Auslagerungen oder Preisdrückerei in vielen Bereichen die schlechten Lohn- und Arbeitsbedingungen zumindest teilweise mitverschulden würden. „Durch das Qualitätssiegel können sich sauber arbeitende Zeitarbeitsunternehmen vom Wettbewerb abheben. Eine ähnliche Einrichtung besteht auf Kundenseite leider bislang nur in Ansätzen. Deshalb bieten wir ab sofort auch Entleihbetrieben die Möglichkeit, sich zu unserem Kriterienkatalog zu bekennen", sagt Fuhrmann.

 

Schließlich hätten die Fälle AWO, Bayer und zuletzt Schlecker deutlich gemacht, dass das durch die Zeitarbeitsskandale entstandene Negativimage in erster Linie am Entleiher hängen bleibe. „An dieser Stelle zeigt sich, dass verantwortungsvolles Handeln keine Einbahnstraße ist, sondern in beide Richtungen - also auch vom Kundenunternehmen - befahren werden sollte", so der IQZ-Geschäftsführer.

 

 

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3 Kommentare

  • #1

    GK Gewerbliche + Kaufmännische Personaldienstleistungen GmbH (Dienstag, 23 Februar 2010 13:33)

    GK Gewerbliche + Kaufmännische Personaldienstleistungen GmbH in 76316 Malsch zahlt schon seit Firmenbeginn ihren Mitarbeitern großzügige außertarifliche Zulagen, denn somit ist gewährt, dass die Mitarbeiter sehr zufrieden sind, lange bei uns bleiben und ihre Arbeit mit Freude im Entleiherbetrieb ausführen. Unsere Kunden sind daher sehr mit unseren Mitarbeitern und unseren Dienstleistungen zufrieden.
    23.02.2010 ppa. Martina Kuppinger

  • #2

    Robert Schäfer (Dienstag, 23 Februar 2010 13:34)

    Hier wird wieder einaml alles durch die "DGB" Brille gesehen. Es werden Unternehmen ausgeshlossen die nicht einer bestimmten Doktrin folgen.

    R. Schäfer

  • #3

    sleepy (Mittwoch, 24 Februar 2010 11:57)

    Es ist mal wichtig, dass die ZAF mit Lohndumping der Christen benannt werden. Besonders die die als Doppelanwender mit hohen
    Löhnen locken und dann einen für 6 € arbeiten lassen.

    Sleepy

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